Santorin-Reisebericht April 2017

Klasse Gruppe, perfektes Wetter und griechischer Frühling auf Santorini!

Die Reisegruppe auf der Insel Nea Kameni am 26.4.2017 (c) Tobias Schorr
Die Reisegruppe auf der Insel Nea Kameni am 26.4.2017 (c) Tobias Schorr

Ich führe seit 1996 Reisegruppen auf der Vulkaninsel Santorin und trotzdem ist jede Gruppe ein neues Erlebnis. Zum Glück wird Reiseleitung nie zur Routine. Diesmal waren wir 7 Personen und multinational, da wir auch zwei nette Gäste aus den USA dabei hatten. Ich war mit meinem Freund Michael schon ein paar Tage eher auf Santorin, um alles vorzubereiten. Richtig toll fing es nicht an. Am 19.4 schlug das Wetter um und wir hatten schon ein bißchen Angst, dass die Wanderreise vom Regen geprägt würde. Bis zur Ankunft der Gäste am 22 April war es ein kleines Abenteuer. Aber genau zur ersten Tour kamen wir in den Genuß des schönsten Frühlingswetters, das ich bisher auf meinen Wanderreisen erleben konnte - bis zum Ende der Reise am 29.4.! Wie schon die Jahre zuvor, waren wir bei meinem Freund Spyros Kokkalis im Hotel Anemomilos untergebracht. Schön ist, dass Spyros alle paar Jahre alles neu macht und auch dieses Mal war ich überrascht, wieviel schöner und moderner alle Zimmer wurden. Aber im Anemomilos sind eigentlich die Zimmer "Nebensache". Ein tägliches Highlight sind nämlich die von der Familie frisch gekochten, griechischen Spezialitäten in der Taverne Anemomilos.
Ich hoffe, dass ich noch oft Gäste nach Santorin bringen kann!

Tag 1: Besuch des archäologischen Museums und Wanderung von Thira nach Ia

Die Terrasse einer kleinen Pension in Thira mit herrlichem Blick auf die Kaldera (c) Tobias Schorr
Die Terrasse einer kleinen Pension in Thira mit herrlichem Blick auf die Kaldera (c) Tobias Schorr
Blick auf den "Hafen" von Thira (c) Tobias Schorr
Blick auf den "Hafen" von Thira (c) Tobias Schorr
Blick auf den älteren Teil von Thira (c) Tobias Schorr
Blick auf den älteren Teil von Thira (c) Tobias Schorr
Die Kirche Agios Minas in Thira (c) Tobias Schorr
Die Kirche Agios Minas in Thira (c) Tobias Schorr
Blühende Färberkamille und der Blick auf den Nordteil der Kaldera von Santorin (c) Tobias Schorr
Blühende Färberkamille und der Blick auf den Nordteil der Kaldera von Santorin (c) Tobias Schorr
Im Bereich eines ehm. Vulkans oberhalb von Ia. (c) Tobias Schorr
Im Bereich eines ehm. Vulkans oberhalb von Ia. (c) Tobias Schorr
Blick in die Kaldera von Santorin (c) Tobias Schorr
Blick in die Kaldera von Santorin (c) Tobias Schorr
Lavabombe oberhalb von Ia (c) Tobias Schorr
Lavabombe oberhalb von Ia (c) Tobias Schorr
Ehemaliger Lavaschlot oberhalb von Ia (c) Tobias Schorr
Ehemaliger Lavaschlot oberhalb von Ia (c) Tobias Schorr
Lapili-Schichten am Kalderaweg (c) Tobias Schorr
Lapili-Schichten am Kalderaweg (c) Tobias Schorr
Vulkanische Ascheschichten an der Wanderroute Thira-Ia (c) Tobias Schorr
Vulkanische Ascheschichten an der Wanderroute Thira-Ia (c) Tobias Schorr
Rote, eisenhaltige Lava am kleinen Profitis Ilias Gipfel (c) Tobias Schorr
Rote, eisenhaltige Lava am kleinen Profitis Ilias Gipfel (c) Tobias Schorr
Um den Vulkan bei Ia findet man immer wieder Scherben aus der minoischen Zeit (ca. 1640 v.Chr.) (c) Tobias Schorr, April 2017
Um den Vulkan bei Ia findet man immer wieder Scherben aus der minoischen Zeit (ca. 1640 v.Chr.) (c) Tobias Schorr, April 2017
Kleines Lager neben der Zoodochos Pigis Kapelle (c) Tobias Schorr
Kleines Lager neben der Zoodochos Pigis Kapelle (c) Tobias Schorr
Das Design der Kapelle Zoodochos Pigis bei Ia (c) Tobias Schorr
Das Design der Kapelle Zoodochos Pigis bei Ia (c) Tobias Schorr
Der Wanderweg nach Ia am Abend. (c) Tobias Schorr
Der Wanderweg nach Ia am Abend. (c) Tobias Schorr
Die minoische Scherbe, die bei dieser Exkursion gefunden wurde (c) Tobias Schorr, April 2017
Die minoische Scherbe, die bei dieser Exkursion gefunden wurde (c) Tobias Schorr, April 2017
Der Glockenturm an der Kapelle Zoodochos Pigis bei Ia (c) Tobias Schorr
Der Glockenturm an der Kapelle Zoodochos Pigis bei Ia (c) Tobias Schorr

Am 23 April ging es früh mit dem öffentlichen Bus nach Thira, der direkt vor dem Hotel hält. In Thira war natürlich das archäologische Museum ein erster Höhepunkt, denn dort bekommt man einen guten Eindruck, wie sich die minoische Kultur entwickelt hat und, was man auf der Insel fand. Sehr gelungen ist auch der Teil, in dem die prähistorischen Handelsbeziehungen klar werden und Töpferei aus der ganzen prähistorischen Mittelmeerregion zu sehen sind. Viele Geräte, wie ein kleiner, tönerner Hausgrill, könnten auch heute noch so hergestellt werden. Natürlich sind auch die Wandmalereien interessant, die man in den Ausgrabungen bei Akrotiri entdeckte. Am Ende der Ausstellung bewunderten wir dann noch den kleinen, goldenen Widder. Später ging es dann durch die Touristenmeile in Thira mit ihren ganzen Ramschläden und überteuerten Restaurants & Cafés. Glücklicherweise hatten keine Kreuzfahrtschiffe angelegt und so konnten wir in Ruhe Spazieren gehen. Oben am Nomikos-Zentrum gab es mit herrlicher Aussicht auf die Kaldera Frappé. Dann war die Kirche Agios Georgios, die Namenstag hatte, eines der ersten fotografischen Motive. Hie rhat sich vor ein paar Jahren ein "Wunder" ereignet, als ein albanischer Arbeiter hier in die Tiefe stürzte und nur wenig verletzt wurde.
Weiter ging es dann an teuren Kalderahotels vorbei (manche verlangen bis zu 1200 € die Nacht!) und ab Imerovilgi langsam wieder in die Natur. Leider wird mehr und mehr die Wanderroute von Luxushotels zugebaut. Am kleinen Vulkan Profitis Ilias machten wir Fotos und dann ging es bergab zum Kalderacafé. Kurz vor dem Erreichen von Ia liegt die Kapelle Zoodochos Pigis. Der beste Ort, um das berühmte Dorf Ia zu fotografieren! Der Sonnenuntergang von dort oben ist das beste Fotomotiv! Viel schöner, als sich von den Massen in Ia zum "Sunset" schieben zu lassen und dann dort eh nur die Sonne über dem Meer untergehen zu sehen!

Tag 2: Das Dorf Pyrgos und die Wanderung nach Emporion

Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Blick nach Südwesten. Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Blick nach Südwesten. Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Eingangstor zur mittelalterlichen Festung. Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Eingangstor zur mittelalterlichen Festung. Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Gang zur mittelalterlichen Festung. Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Gang zur mittelalterlichen Festung. Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Profitis Ilias Kirche, Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Profitis Ilias Kirche, Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Kirche. Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Kirche. Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Agios Nikolaos Kirche. Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Agios Nikolaos Kirche. Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Kirche, Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Kirche, Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Kirche, Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Kirche, Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Durchblick auf eine Kirche, Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Durchblick auf eine Kirche, Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Kleiner Laden. Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Kleiner Laden. Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Am Buswendeplatz. Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Am Buswendeplatz. Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Färberkamille. Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Färberkamille. Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Färberkamille. Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Färberkamille. Pyrgos/Santorini (c) Tobias Schorr, April 2017
Der Wanderweg von Pyrgos nach Emporion. (c) Tobias Schorr, April 2017
Der Wanderweg von Pyrgos nach Emporion. (c) Tobias Schorr, April 2017
Kirche in Emporion. (c) Tobias Schorr, April 2017
Kirche in Emporion. (c) Tobias Schorr, April 2017
Kirche in Emporion. (c) Tobias Schorr, April 2017
Kirche in Emporion. (c) Tobias Schorr, April 2017
Kleiner Hof im Labyrinth der mittelalterlichen Festung Emporion. (c) Tobias Schorr, April 2017
Kleiner Hof im Labyrinth der mittelalterlichen Festung Emporion. (c) Tobias Schorr, April 2017
Sonnenspiel in Emporion. (c) Tobias Schorr, April 2017
Sonnenspiel in Emporion. (c) Tobias Schorr, April 2017
Typische Gasse in Emporion. (c) Tobias Schorr, April 2017
Typische Gasse in Emporion. (c) Tobias Schorr, April 2017
Buntes Haus am Dorfplatz von Emporion. (c) Tobias Schorr, April 2017
Buntes Haus am Dorfplatz von Emporion. (c) Tobias Schorr, April 2017
Der antike Tempel, der heute eine christliche Kapelle ist, war leider aus Zeitgründen diesmal nicht im Programm. (c) Tobias Schorr, Mai 2013
Der antike Tempel, der heute eine christliche Kapelle ist, war leider aus Zeitgründen diesmal nicht im Programm. (c) Tobias Schorr, Mai 2013

Das Dorf Pyrgos muss man gesehen haben und gerade, wenn wie in unserem Fall ein paar Fotografen dabei waren, ist das auf einem Berg liegende Dorf ein ideales Motiv. Ein paar schöne Höfe und Gassen, sowie einige Kirchen sind immer ein tolles Fotomotiv. Überall gibt es architektonische Details. Oben auf dem Kastell befindet sich auch ein kleines Café mit herrlicher Aussicht über die Insel Santorin. Bei unserem Besuch hatten wir fantastische Aussicht auch auf die meisten Nachbarinseln Santorins. Nachdem wir alles gesehen hatten, ging es noch ein bißchen durchs Dorf und in Richtung des höchsten Gipfels. Irgendwann ging der Weg rechts in eine Schreinerei ab. War etwas undeutlich markiert, denn der Weg führte etwas oberhalb des Hofs an der Mauer entlang. Und wieder ging es durch einen Dschungel aus blühender Färberkamille und Mohn. An jeder Ecke konnte man herrliche Fotos machen!
Der Weg war etwas steinig und für die nicht ganz so trittsicheren Gäste eine kleine Herausforderung, die aber alle bewältigten.
Bald ging es runter in das Tal von Emporion und dann rechts hoch zum mittelalterlichen Kastell, das das ganze alte Dorf umschlung und vor Piraten sicherte. In kleinen labyrinthähnlichen Gassen ging es weiter. In ihnen sollten Piraten bei Überfällen die Orientierung verlieren und bekämpft werden. Inzwischen werden die kleinen Häuser teuer verkauft und hochwertig renoviert. Nach der Wanderung erholten wir uns in einem kleinen Café und bald holte uns Thomas mit seinem kleinen Charterbus ab und fuhr uns nach Ia zurück.

Tag 3: Die Ausgrabung des bronzezeitlichen "Pompeji" bei Akrotiri

Der berühmte Dreiecksplatz in der minoischen Stadt bei Akrotiri. (c) Tobias Schorr
Der berühmte Dreiecksplatz in der minoischen Stadt bei Akrotiri. (c) Tobias Schorr
Der berühmte Dreiecksplatz in der minoischen Stadt bei Akrotiri. (c) Tobias Schorr
Der berühmte Dreiecksplatz in der minoischen Stadt bei Akrotiri. (c) Tobias Schorr
Eine durch Erdbeben zerdrückte Treppe in Akrotiri. (c) Tobias Schorr
Eine durch Erdbeben zerdrückte Treppe in Akrotiri. (c) Tobias Schorr
Ein Beispiel, an dem man dir ursprüngliche Fachwerkbauweise erkennt. Die Holzbalken wurden durch Beton ersetzt. (c)Tobias Schorr
Ein Beispiel, an dem man dir ursprüngliche Fachwerkbauweise erkennt. Die Holzbalken wurden durch Beton ersetzt. (c)Tobias Schorr
Vorratsbehälter aus minoischer Zeit. (c) Tobias Schorr
Vorratsbehälter aus minoischer Zeit. (c) Tobias Schorr
Blick auf einen Hof mit einem kleinen stierhornähnlichen Hausaltar. (c) Tobias Schorr
Blick auf einen Hof mit einem kleinen stierhornähnlichen Hausaltar. (c) Tobias Schorr
Minoische Haushaltsgefäße. Akrotiri. (c) Tobias Schorr
Minoische Haushaltsgefäße. Akrotiri. (c) Tobias Schorr
Durch die Erfahrungen mit Pompeji erkannte man, dass man Hohlräume im Bims besser mit Gips ausfüllt. Und so wurden diese ehm. Bettgestelle erhalten. (c) Tobias Schorr
Durch die Erfahrungen mit Pompeji erkannte man, dass man Hohlräume im Bims besser mit Gips ausfüllt. Und so wurden diese ehm. Bettgestelle erhalten. (c) Tobias Schorr
Durch die Erfahrungen mit Pompeji erkannte man, dass man Hohlräume im Bims besser mit Gips ausfüllt. Und so wurden diese ehm. Bettgestelle erhalten. (c) Tobias Schorr
Durch die Erfahrungen mit Pompeji erkannte man, dass man Hohlräume im Bims besser mit Gips ausfüllt. Und so wurden diese ehm. Bettgestelle erhalten. (c) Tobias Schorr
Ein sensationelles Möbelstück aus der Zeit vor 1627 v.Chr. (c) Tobias Schorr
Ein sensationelles Möbelstück aus der Zeit vor 1627 v.Chr. (c) Tobias Schorr
Der "rote Strand" von Akrotiri ist Teil eines ehm. Vulkans. (c) Tobias Schorr
Der "rote Strand" von Akrotiri ist Teil eines ehm. Vulkans. (c) Tobias Schorr
Fossile Auster. (c) Tobias Schorr, April 2017
Fossile Auster. (c) Tobias Schorr, April 2017
Kleine Achate vom roten Strand. (c) Tobias Schorr
Kleine Achate vom roten Strand. (c) Tobias Schorr
Glasopal (Hyalit) aus den Pillowlaven. (c) Tobias Schorr
Glasopal (Hyalit) aus den Pillowlaven. (c) Tobias Schorr
Zeolithkristalle aus Akrotiri. (c) Tobias Schorr
Zeolithkristalle aus Akrotiri. (c) Tobias Schorr
Ein geologischer Aufschluß bei Akrotiri. (c) Tobias Schorr
Ein geologischer Aufschluß bei Akrotiri. (c) Tobias Schorr
Schlamstrukturen. (c) Tobias Schorr
Schlamstrukturen. (c) Tobias Schorr
Die Gruppe bewundert die Spuren einer unterseeischen Schlammlawine. (c) Tobias Schorr, April 2017
Die Gruppe bewundert die Spuren einer unterseeischen Schlammlawine. (c) Tobias Schorr, April 2017
Kleine Kapelle bei Akrotiri. (c) Tobias Schorr
Kleine Kapelle bei Akrotiri. (c) Tobias Schorr
Katzenfenster in Akrotiri. (c) Tobias Schorr
Katzenfenster in Akrotiri. (c) Tobias Schorr
Am venezianischen Kastell von Akrotiri. (c) Tobias Schorr
Am venezianischen Kastell von Akrotiri. (c) Tobias Schorr

Ungefähr um 1627 v. Chr. brach der Vulkan der Insel Santorin in einer Dimension aus, die alles übertraf, was die Menschen an Naturkatastrophen erlebt hatten. Schon damals gab es eine Kaldera und in deren Mitte, wie heute, eine oder mehrere Inseln. Auf dieser Insel standen wohl Heiligtümer der Minoer. Irgendwann gab es Erdbeben und erste Gebäude wurden zerstört. Es stank nach Schwefel und das Meer verfärbte sich gelbgrün. Die Minoer waren beeindruckt. Man deutete diese Zeichen als göttliche Warnung. Nach Monaten tat sich eine Spalte auf der Insel auf und heißer Dampf und Felsbrocken flogen in die Luft. Alle Gebäude wurden zerstört. Aber es hatte kein Ende. Nach wenigen Tagen tat sich ein Krater auf und die Eruptionen wurden immer heftiger. Schiffe, die in dem ehemals sicheren Naturhafen ankerten, wurden durch herumfliegende Felsen zerstört. Erdbeben richteten in allen Dörfern große Schäden an. Man versuchte die Häuser und Mauern zu reparieren und sammelte alle wichtigen Güter an zentralen Plätzen. Die Vulkanausbrüche im Zentrum der Kaldera wurden immer bedrohlicher. Also versuchte man übers Meer zum vermeintlich sicheren Kreta zu segeln. Der Krater auf der Insel hatte sich schon so weit vergrößert, dass er nicht mehr dem Druck des umgebenden Meeres Stand hielt. Nun war die Katastrophe perfekt!
Magma und Wasser sind die gefährlichste "Verbindung" Gewaltige Dampfeplosionen schleuderten hausgroße Felsen über viele Kilometer weit in die Luft. Eine extrem heiße Säule aus Staub, Asche und Gasen stieg in eine Höhe von 15-20 km. Als sie in sich durch ihr Gewicht zusammenbrach, raßten bis zu 400 C heiße Glutströme noch in Entfernungen von 70-100 km über das Meer und zerstörten alles, was ihnen in den Weg kam. Solche pyroklastischen Glutströme bewegen sich mit bis zu 200 km/h über die Landschaft und das Meer. Sollten die Minoer es geschafft haben, auf ihren Schiffen zu flüchten, so könnte sie die Glutwolke erfaßt haben. Nirgendwo hat man bis heute ihre Reste gefunden. Auch nicht auf Santorin.
Dafür hat die Eruption die Insel mit bis zu 60 m Bims (glasartige, vulkanische Asche) bedeckt und die Städte und Dörfer für die Ewigkeit konserviert.
In Akrotiri besuchten wir die berühmten Ausgrabungen mit ihren bis zu dreistöckigen Häusern. In manchen Häusern sieht man noch Haushaltsgeräte und als man Hohlräume mit Gips ausgoß, entdeckte man Möbel und Bettgestelle. An ein paar Stellen kann man ehemalige Treppen erkennen, die durch Erdbeben zerbrochen wurden. Die Ausgrabung lohnte sich! Und zum Glück war auch nicht viel los, so dass wir alles in Ruhe besichtigen und fotografieren konnten.
Anschließend wanderten wir zum berühmten "roten Strand", wo ein Russe mit nerviger Sirtaki-Musik alles beschallte. Der rote Strand gehört zu einem uralten, vulkanischen Schlackekegel, der in der Hälfte erhalten ist. Kompakte Felsen in seinem oberen Teil stammen von einem Lavasee.
Der Strand ist sehr beliebt und so kann man dort auch baden. Man sollte aber von den Felswänden Abstand halten, da es akute Steinschlaggefahr gibt.
Michael und Elke trauten sich ins ca. 18 C Grad "warme" Meer... Später ging es auf einem steilen Fahrweg zum Dorf hoch. Am Wegrand sieht man Kissenlava, die irgendwann am Meeresgrund austrat. Alles hat sich durch tektonische Kräfte gehoben. Und natürlich fand ich auch eine riesige, fossile Auster. Das ist bei den Wanderungen immer möglich, da ich ein besonderes Auge für Mineralien, Fossilien und antike Reste habe. An diesem Weg findet man auch immer wieder Zeichen von heißen Quellen, die am Meeresgrund austraten und dabei Quarzkristalle oder sogar Opal gebildet haben. Weiter oben sind wir bald am Rand des Dorfs Akrotiri. Auch da ist wieder ein geologisches Highlight zu bewundern. In einer Felswand besichtigen wir fantastisch geformte Schichten im Fels. Sie gehören zu einer unterseeischen Schlammlawine.
Zum Abschluß erholten wir uns am Dorfplatz von Akrotiri in einer kleinen Taverne, bevor uns Thomas wieder mit seinem Bus abholte.

Tag 4: Bootsfahrt mit Sostis zu den Vulkaninseln

Sostis holte uns mit seinem Boot in Amouthi ab (c) Tobias Schorr, April 2017
Sostis holte uns mit seinem Boot in Amouthi ab (c) Tobias Schorr, April 2017
Sostis in der Erinia-Bucht auf Nea Kameni, (C) Tobias Schorr, April 2017
Sostis in der Erinia-Bucht auf Nea Kameni, (C) Tobias Schorr, April 2017
In der Erinia-Bucht drängeln sich die Ausflugsboote, (c) Tobias Schorr, April 2017
In der Erinia-Bucht drängeln sich die Ausflugsboote, (c) Tobias Schorr, April 2017
Die Erinia-Bucht am Vulkan Nea Kameni, (c) Tobias Schorr, April 2017
Die Erinia-Bucht am Vulkan Nea Kameni, (c) Tobias Schorr, April 2017
Der Krater von Mikiri Kameni aus 1540, (c) Tobias Schorr, April 2017
Der Krater von Mikiri Kameni aus 1540, (c) Tobias Schorr, April 2017
Die berühmte Brotkrusten-Lavabombe auf der Insel Nea Kameni, (C) Tobias Schorr, April 2017
Die berühmte Brotkrusten-Lavabombe auf der Insel Nea Kameni, (C) Tobias Schorr, April 2017
Der Nautilus-Lavadom, (c) Tobias Schorr, April 2017
Der Nautilus-Lavadom, (c) Tobias Schorr, April 2017
Meßgeräte am Georgios-Krater, (c) Tobias Schorr, April 2017
Meßgeräte am Georgios-Krater, (c) Tobias Schorr, April 2017
Schwefel vom Georgios-Krater und der Vulkanführer von Giorgis Vougioukalakis, (c) Tobias Schorr
Schwefel vom Georgios-Krater und der Vulkanführer von Giorgis Vougioukalakis, (c) Tobias Schorr
Schwefelkristalle von den Fumarolen am Georgios-Krater, (c) Tobias Schorr
Schwefelkristalle von den Fumarolen am Georgios-Krater, (c) Tobias Schorr
Schwefelkristalle von den Fumarolen am Georgios-Krater, (c) Tobias Schorr
Schwefelkristalle von den Fumarolen am Georgios-Krater, (c) Tobias Schorr
Meßgeräte und im Hintergrund der Nautilus-Lavadom, (c) Tobias Schorr, April 2017
Meßgeräte und im Hintergrund der Nautilus-Lavadom, (c) Tobias Schorr, April 2017
Das Lavafeld ist der Krater des Ausbruchs von 1950, (c) Tobias Schorr, April 2017
Das Lavafeld ist der Krater des Ausbruchs von 1950, (c) Tobias Schorr, April 2017
Blick über die Krater auf Nea Kameni, (c) Tobias Schorr, April 2017
Blick über die Krater auf Nea Kameni, (c) Tobias Schorr, April 2017
Blick über die Krater auf Nea Kameni, (c) Tobias Schorr, April 2017
Blick über die Krater auf Nea Kameni, (c) Tobias Schorr, April 2017
Blick zur Nachbarinsel Palea Kameni, (C) Tobias Schorr, April 2017
Blick zur Nachbarinsel Palea Kameni, (C) Tobias Schorr, April 2017
Lupinenfelder auf dem Vulkan, (c) Tobias Schorr, April 2017
Lupinenfelder auf dem Vulkan, (c) Tobias Schorr, April 2017
Lupinen reichern den Boden der Vulkaninsel mit Stickstoff an und bieten anderen Pflanzen die Chance zur Ansiedlung. Blick auf Palea Kameni (c) Tobias Schorr, April 2017
Lupinen reichern den Boden der Vulkaninsel mit Stickstoff an und bieten anderen Pflanzen die Chance zur Ansiedlung. Blick auf Palea Kameni (c) Tobias Schorr, April 2017
Blick in den Georgios-Krater von 1940, (c) Tobias Schorr, April 2017
Blick in den Georgios-Krater von 1940, (c) Tobias Schorr, April 2017
Der große Daphne-Krater, (c) Tobias Schorr, April 2017
Der große Daphne-Krater, (c) Tobias Schorr, April 2017
In der Bucht mit den Thermalquellen von Nea Kameni, (c) Tobias Schorr, April 2017
In der Bucht mit den Thermalquellen von Nea Kameni, (c) Tobias Schorr, April 2017
Sostis Boot in der kleinen Bucht mit den Thermalquellen, (c) Tobias Schorr, April 2017
Sostis Boot in der kleinen Bucht mit den Thermalquellen, (c) Tobias Schorr, April 2017
Irgendjemand hat mal eine Schwimmbrille vergessen :-) (c) Tobias Schorr
Irgendjemand hat mal eine Schwimmbrille vergessen :-) (c) Tobias Schorr
Fischerboote im kleinen Hafen von Palea Kameni, (c) Tobias Schorr
Fischerboote im kleinen Hafen von Palea Kameni, (c) Tobias Schorr
Sostis Schäferhund Platon, (c) Tobias Schorr, April 2017
Sostis Schäferhund Platon, (c) Tobias Schorr, April 2017
Sostis wird von seinem Hund Platon begrüßt, (c) Tobias Schorr, April 2017
Sostis wird von seinem Hund Platon begrüßt, (c) Tobias Schorr, April 2017
Sostis macht sein Boot im Heimathafen fest, (c) Tobias Schorr, April 2017
Sostis macht sein Boot im Heimathafen fest, (c) Tobias Schorr, April 2017
Sostis Boot auf dem grünen Meer, (c) Tobias Schorr
Sostis Boot auf dem grünen Meer, (c) Tobias Schorr
Der Naturhafen auf Palia Kameni, (c) Tobias Schorr, April 2017
Der Naturhafen auf Palia Kameni, (c) Tobias Schorr, April 2017
Blick auf die Bucht von Palea Kameni, (c) Tobias Schorr, April 2017
Blick auf die Bucht von Palea Kameni, (c) Tobias Schorr, April 2017
Sostis Ziegen und die Kapelle Agios Nikolaos auf Palea Kameni, (c) Tobias Schorr
Sostis Ziegen und die Kapelle Agios Nikolaos auf Palea Kameni, (c) Tobias Schorr
Die Kapelle Agios Nikolaos auf Palea Kameni, (c) Tobias Schorr
Die Kapelle Agios Nikolaos auf Palea Kameni, (c) Tobias Schorr
Die Bucht mit den "Hot Springs" auf Palea Kameni ist bei den Ausflugsbooten beliebt. Nebendran genießen wir Sostis Spezialitäten ohne Zeitdruck und beobachten die Touristen, (c) Tobias Schorr, April 2017
Die Bucht mit den "Hot Springs" auf Palea Kameni ist bei den Ausflugsbooten beliebt. Nebendran genießen wir Sostis Spezialitäten ohne Zeitdruck und beobachten die Touristen, (c) Tobias Schorr, April 2017
Das durch verwitterten Pyrit rot gefärbte Wasser der Bucht auf Palea Kameni, (c) Tobias Schorr, April 2017
Das durch verwitterten Pyrit rot gefärbte Wasser der Bucht auf Palea Kameni, (c) Tobias Schorr, April 2017
Hier genossen wir das Picknick und beobachteten, wei Gase im Wasser aufstiegen, die das Wasser erwärmten, (c) Tobias Schorr, April 2017
Hier genossen wir das Picknick und beobachteten, wei Gase im Wasser aufstiegen, die das Wasser erwärmten, (c) Tobias Schorr, April 2017
Zwieback, Tomaten und Sostis leckerer Ziegenkäse... Dazu noch sein leckerer Likörwein und alles ist perfekt! (c) Tobias Schorr
Zwieback, Tomaten und Sostis leckerer Ziegenkäse... Dazu noch sein leckerer Likörwein und alles ist perfekt! (c) Tobias Schorr
Der beste Käse von Santorin, (c) Tobias Schorr
Der beste Käse von Santorin, (c) Tobias Schorr
Der Kratersee auf Palea Kameni, (c) Tobias Schorr, April 2017
Der Kratersee auf Palea Kameni, (c) Tobias Schorr, April 2017
Der Kratersee auf Palea Kameni, (c) Tobias Schorr, April 2017
Der Kratersee auf Palea Kameni, (c) Tobias Schorr, April 2017
Zwei Mutterschweine und ihre Ferkel auf Palea Kameni, (c) Tobias Schorr, April 2017
Zwei Mutterschweine und ihre Ferkel auf Palea Kameni, (c) Tobias Schorr, April 2017
Die Mutter-Tankstelle ;-) (c) Tobias Schorr, April 2017
Die Mutter-Tankstelle ;-) (c) Tobias Schorr, April 2017
Die schönsten Granatkristalle, die bisher auf Palea Kameni gefunden wurden, (c) Tobias Schorr
Die schönsten Granatkristalle, die bisher auf Palea Kameni gefunden wurden, (c) Tobias Schorr

Der Höhepunkt der Santorinreisen ist seit Jahren die Bootsfahrt mit meinem Freund Sostis, der als Einsiedler auf der Insel Palea Kameni lebt. Mit seinem roten Boot hat er schon viele kleine Gruppen sicher zu den beiden Vulkaninseln Nea Kameni und Palea Kameni gebracht. Das ist immer etwas Besonderes, denn, wenn es Sostis nicht gut geht, klappt es halt nicht. Auch diesmal holte er uns in der Amouthi-Bucht unterhalb von Ia ab. Sein rotes Boot ist schon von weitem zu sehen und so wußten wir, schon oben in Ia, dass er kommt.
Die erste Station war die Insel Nea Kameni mit ihren zahlreichen Kratern und Lavadomen. Wir hatten Glück, dass nicht viel los war und wir fast alleine auf dem Vulkan waren. Es ging an den Daphne-Kratern vorbei, zum Nautilus-Dom und zum Georgios-Krater mit seinen Fumarolen. Auffällig war, wie viele Meßgeräte dieses Jahr um den Gerogios-Krater herum aufgebaut sind. An einem Felsen, an dem ich seit Jahren heiße Dampfaustritte beobachtete, gab es eine neue Fumarole, etwa 7 m von ihm entfernt. 2012 gab es zahlreiche Schwarmbeben und bei Messungen stellte man fest, dass sich die Insel um ca. 9 cm gehoben hatte. Ein deutliches Zeichen, dass eine Magmakammer im Aufstieg war. Dann hatte sich wieder alles beruhigt und seitdem sind nur noch außerhalb der Kaldera viele Erdbeben zu registrieren. Die meisten beim unterseeischen Vulkan Koloumbos. Irgendwann wird es aber neue Vulkanausbrüche geben. Vielleicht genau dort, wo die vielen Meßgeräte stehen? Wann und wo, weiß aber niemand genau. Spannend bleibt es auf jeden Fall!
Wir sind dann noch in Westen gewandert, von wo aus man einen herrlichen Blick auf die Nachbarinsel Palea Kameni hatte. Das Wetter war so klar, dass man die verschneiten Berge Kretas sehen konnte!
Auf der Weiterfahrt brachte uns Sosti in seine kleine Bucht mit den Thermalquellen. Nur sein kleines Boot passt da genau rein. Ein paar von uns sprangen ins Wasser und fanden auch warme Quellen. Im April ist natürlich das Meerwasser noch nicht so richtig warm und so kam es den Gästen nicht soooo extrem warm vor. In den Reisebüros in Thira wird immer von den "Hot Springs" gesprochen, dabei werden die Thermalquellen kaum wärmer, als 37-42 C Grad. Hier in Sostis Bucht waren wir wenigstens unter uns. Das änderte sich schnell, als wir bei ihm zuhause an der Insel Palea Kameni ankamen...
Dort begrüßte uns erst mal sein großer Schäferhund Platon. Ein schon etwas beeindruckender Hund...
Sostis hat auf Palea Kameni sein kleines Haus gebaut, eine Picknick-Überdachung eingerichtet, Gärten und Zisternen und Ställe für seine Tiere gebaut. Auf Palea Kameni leben Ziegen, Schweine, Hühner, er und sein Hund.
An der kleinen Hafenbucht gingen wir über seinen Pfad zum Ort, wo wir immer Picknick machen. Dort ist auch die kleine Bucht, die überall in der Werbung als "Hot Springs" beworben wird. Daneben genossen wir kretischen Zwieback "Dagos", der mit Wasser übergossen und mit Tomaten, Zwiebeln, Kapern und Käse bedeckt wird. Sostis süßer Likörwein gehört zum Besten, was Santorin zu bieten hat... Vom selbstgemachten Käse ganz zu schweigen...
Danach führte ich ein paar Gäste noch zum tiefgrünen Kratersee und dann auf die Hochfläche von Palea Kameni. Dort liegen die Gärten, in denen Sostis Tomaten, Salat, Zwiebeln, Kartoffeln und Kräuter anbaut. Bei einem Felsen entdeckten wir zwei Mutterschweine mit zwei Dutzend Ferkeln, die ihre Mütter als Tankstelle nutzten...
Auf der Hochfläche von Palea Kameni findet man sehr seltene Skarngesteine und ab und zu mal Granatkristalle. Skarn entsteht, wenn Marmor in einer Magmakammer durch Temperatur und Druck verändert wird. Irgendein Vulkanausbruch hat dieses seltene Gestein an die Erdoberfläche gebracht.
Palea Kameni ist eine wunderschöne Insel und ich fragte mich schon oft, was wird, wenn Sostis mal nicht mehr ist. Wer kümmert sich dann um die Insel? Wird sie dann auch für den Massentourismus erschlossen und verliert ihren Reiz?
Der Massentourismus hat das Santorinarchipel voll im Griff. In Sostis Bucht kommen alle paar Minuten Holzschiffe an, von denen Hunderte ins Wasser springen, um mal schnell zu den "Hot Springs" schwimmen zu können. Der Genuß ist kurz, denn schon nach wenigen Minuten pfeifft einer vom Schiff und die Gäste müssen wieder zurück ins kalte Wasser schwimmen.
Hier begriffen wir schnell, dass unsere Art, Santorin zu erkunden, der wahre Luxus ist. Denn wir hatten überall so viel Zeit, wie wir zum Fotografieren und Erholen benötigten.
Die großen Touristikkonzerne und Reisebüros können mit Sostis nicht planen und keinen großen Gewinn machen. Daher freuen wir uns immer, wenn wir ihn mit unseren Gästen unterstützen. Jeder Euro ist gut angelegt, denn damit baut er seine Insel aus.

Tag 5: Die antike Stadt Thera

Blick auf Perisa. Im Hintergrund kann man die verschneiten Berge auf Kreta erkennen. (c) Tobias Schorr, 26 April 2017
Blick auf Perisa. Im Hintergrund kann man die verschneiten Berge auf Kreta erkennen. (c) Tobias Schorr, 26 April 2017
Die Kapelle Agios Stefanos in Alt-Thera, (c) Tobias Schorr, April 2017
Die Kapelle Agios Stefanos in Alt-Thera, (c) Tobias Schorr, April 2017
Im Inneren der Kapelle Agios Stefanos wurden antike Reste wiederverwendet. (c) Tobias Schorr, April 2017
Im Inneren der Kapelle Agios Stefanos wurden antike Reste wiederverwendet. (c) Tobias Schorr, April 2017
Reinholds Ragwurz (Ophrys reinholdii?) Orchidee von Alt-Thera, (C) Tobias Schorr, April 2017
Reinholds Ragwurz (Ophrys reinholdii?) Orchidee von Alt-Thera, (C) Tobias Schorr, April 2017
Pyramiden-Orchis? (C) Tobias Schorr, April 2017
Pyramiden-Orchis? (C) Tobias Schorr, April 2017
Das Delfin- Fresko im Artemidoros-Heiligtum ist das Symbol für Poseidon. (c) Tobias Schorr
Das Delfin- Fresko im Artemidoros-Heiligtum ist das Symbol für Poseidon. (c) Tobias Schorr
Der Löwe im Artemidoros-Heiligtum symbolisiert den Gott Apollon. (c) Tobias Schorr
Der Löwe im Artemidoros-Heiligtum symbolisiert den Gott Apollon. (c) Tobias Schorr
Der Adler im Artemidoros-Heiligtum symbolisiert den Gott Zeus. (c) Tobias Schorr
Der Adler im Artemidoros-Heiligtum symbolisiert den Gott Zeus. (c) Tobias Schorr
Ein Portrait des Artemidoros in Alt-Thera. (c) Tobias Schorr
Ein Portrait des Artemidoros in Alt-Thera. (c) Tobias Schorr
Antikes Gebäude nahe der Agorá. (c) Tobias Schorr, April 2017
Antikes Gebäude nahe der Agorá. (c) Tobias Schorr, April 2017
Steckenkraut (Ferula communis). In den Stengeln dieser Pflanze soll Prometheus den Menschen das Feuer gerbracht haben. (c) Tobias Schorr, April 2017
Steckenkraut (Ferula communis). In den Stengeln dieser Pflanze soll Prometheus den Menschen das Feuer gerbracht haben. (c) Tobias Schorr, April 2017
Mauer an dem antiken Marktplatz von Alt-Thera. (c) Tobias Schorr
Mauer an dem antiken Marktplatz von Alt-Thera. (c) Tobias Schorr
Die antike Agorá von Alt-Thera. (c) Tobias Schorr, April 2017
Die antike Agorá von Alt-Thera. (c) Tobias Schorr, April 2017
Kleine Gasse in Alt-Thera zu Hand- und Bettwerkern :-) (c) Tobias Schorr, April 2017
Kleine Gasse in Alt-Thera zu Hand- und Bettwerkern :-) (c) Tobias Schorr, April 2017
Werbung für das älteste Gewerbe in Alt-Thera. (c) Tobias Schorr
Werbung für das älteste Gewerbe in Alt-Thera. (c) Tobias Schorr
Das kleine Musik-Theater auf Alt-Thera. (c) Tobias Schorr, April 2017
Das kleine Musik-Theater auf Alt-Thera. (c) Tobias Schorr, April 2017
Steckenkraut an einer antiken Gasse. (c) Tobias Schorr, April 2017
Steckenkraut an einer antiken Gasse. (c) Tobias Schorr, April 2017
Frühling und antike Mauern auf Alt-Thera. (c) Tobias Schorr, April 2017
Frühling und antike Mauern auf Alt-Thera. (c) Tobias Schorr, April 2017
Römische Villa auf Alt-Thera. (c) Tobias Schorr, April 2017
Römische Villa auf Alt-Thera. (c) Tobias Schorr, April 2017
Mohn, Färberkamille und ein dorisches Säulenkapitell auf Alt- Thera. (c) Tobias Schorr, April 2017
Mohn, Färberkamille und ein dorisches Säulenkapitell auf Alt- Thera. (c) Tobias Schorr, April 2017
Ein Wärterhäuschen im Blumenfeld. (c) Tobias Schorr, April 2017
Ein Wärterhäuschen im Blumenfeld. (c) Tobias Schorr, April 2017
Frühlingswiese auf Alt-Thera. (c) Tobias Schorr, April 2017
Frühlingswiese auf Alt-Thera. (c) Tobias Schorr, April 2017
Hornmohn und Klatschmohn, Alt-Thera. (c) Tobias Schorr, April 2017
Hornmohn und Klatschmohn, Alt-Thera. (c) Tobias Schorr, April 2017
Hornmohn und Klatschmohn, Alt-Thera. (c) Tobias Schorr, April 2017
Hornmohn und Klatschmohn, Alt-Thera. (c) Tobias Schorr, April 2017
Grabstele mit Stiersymbol. (c) Tobias Schorr, April 2017
Grabstele mit Stiersymbol. (c) Tobias Schorr, April 2017
Hier erkennt man im Hintergrund die verschneiten Berge von Kreta. (c)Tobias Schorr, April 2017
Hier erkennt man im Hintergrund die verschneiten Berge von Kreta. (c)Tobias Schorr, April 2017
An dieser Stelle fand man vor ein paar Jahren einen großen Kouros (Grabstele). (c) Tobias Schorr, April 2017
An dieser Stelle fand man vor ein paar Jahren einen großen Kouros (Grabstele). (c) Tobias Schorr, April 2017
Der Wanderweg von Alt-Thera nach Perisa ist für jeden geeignet, der trittsicher ist und regelmäßig wandert. (c) Tobias Schorr, April 2017
Der Wanderweg von Alt-Thera nach Perisa ist für jeden geeignet, der trittsicher ist und regelmäßig wandert. (c) Tobias Schorr, April 2017
Tafeln, die über den Wanderweg nach Alt-Thera und nach Pyrgos informieren. (c) Tobias Schorr, April 2017
Tafeln, die über den Wanderweg nach Alt-Thera und nach Pyrgos informieren. (c) Tobias Schorr, April 2017
Da hat sich jemand die Mühe gemacht, etwas über Santorin zu malen. (c) Tobias Schorr, April 2017
Da hat sich jemand die Mühe gemacht, etwas über Santorin zu malen. (c) Tobias Schorr, April 2017

Die Fahrt mit dem kleinen Charterbus zur Akropolis von Alt-Thera war ein bißchen Nervenkitzel... Über enge Kehren kommt man langsam nach oben. Gut, dass wir keinen Gegenverkehr hatten. Trotzdem waren einige Kurven so eng, dass der Bus zurücksetzen musste...
Wir waren alle froh, als wir oben ankamen und vorallem nicht mehr mit dem Bus die selbe Strecke zurückfahren mussten.
Gleich ging es zum Kartenhäuschen und hoch auf den Hügel, den der deutsche Archäologe Hiller von Gärtringen ausgrub. Wie an vielen Stellen in Griechenland, waren es deutsche Archäologen, die das antike Griechenland erforschten und den Griechen ihr nationales Selbstbewußtsein "als Nachkommen der antiken Griechen" schenkten.
Zuerst kamen wir an der Kapelle Agios Stefanos vorbei, in die viele antike Reste verbaut sind. Gleich danach fand ich am Felsen Orchideen (Ragwurz und Pyramidenorchis). Der Frühling ist die ideale Zeit, um auf diesem Berg zahlreiche Orchideen und Kräuter zu entdecken. Als Hauptziel meiner Touren habe ich aber seit Jahren das Artemidoros-Heiligtum gewählt. Nur bis zu einer gewissen Zeit am Morgen lohnt es sich die Stätte zu besuchen. Denn dann kann man die Felsreliefs sehen. Der Delphin steht für den Meeresgott Poseidon, der Löwe für Apollon und der Adler für Zeus. Natürlich darf man auch das Portrait des Stifters, dem Artemidoros nicht vergessen.
Weiter oben kamen wir dann zum ehemaligen Marktplatz "Agorá", auf dem gerade Saisonarbeiter mit Inbrunst und einem Rasenmäher versuchten, die wunderschönen Frühlingsblumen "Unkraut" zu beseitigen. Manchmal könnte man meinen, dass die Leute keinen Sinn für Ästhetik & Natur haben und somit sehr weit von ihren antiken Vorfahren entfernt sind. Wir haben also gerade noch Glück gehabt, die Ausgrabung mit dem Blumenschmuck zu genießen und zu fotografieren. Das Theater war noch schön grün und man konnte die Flugzeuge beobachten, die tiefer, als die Akropolis auf die Landepiste von Kamari zusteuerten.
Auf antiken Gassen ging es weiter zu den Resten aus der phönizischen Zeit und zu einer uralten Zisterne. Bei allem hatten wir den tollen Ausblick auf Perisa und die "Lefka Ori" auf Kreta, die noch tief verschneit waren. Diese Fernsicht hatte ich in über 20 Jahren noch nie auf Kreta.
Bald ging es auf einem Steinigen Wanderweg runter zum Strand von Perisa, wo wir uns erfrischten und auf unseren privaten Bus warteten.

Tag 6: Ausflug zur Plaka-Bucht bei Megalochori

Blick auf die Kaldera von Santorin. (c) Tobias Schorr, April 2017
Blick auf die Kaldera von Santorin. (c) Tobias Schorr, April 2017
Die Vulkaninsel Nea Kameni. (c) Tobias Schorr
Die Vulkaninsel Nea Kameni. (c) Tobias Schorr
Antike Scherbe aus geometrischer Zeit, die ich am Feld fand, wo der Weg in die Plaka-Bucht beginnt. (c) Tobias Schorr, April 2017
Antike Scherbe aus geometrischer Zeit, die ich am Feld fand, wo der Weg in die Plaka-Bucht beginnt. (c) Tobias Schorr, April 2017
Antike Scherben aus Megalochori. (c) Tobias Schorr, April 2017
Antike Scherben aus Megalochori. (c) Tobias Schorr, April 2017
Tom Pfeiffer (www.VolcanoDiscovery.com) oberhalb der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, 27. April 2017
Tom Pfeiffer (www.VolcanoDiscovery.com) oberhalb der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, 27. April 2017
Das "Herz von Santorin". (c) Tobias Schorr
Das "Herz von Santorin". (c) Tobias Schorr
Blick von der Kapelle am Anfang des Wegs zur Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr
Blick von der Kapelle am Anfang des Wegs zur Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr
Der Beginn des Wanderwegs. (c) Tobias Schorr
Der Beginn des Wanderwegs. (c) Tobias Schorr
Aufstieg einer Gruppe aus der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, Mai 2010
Aufstieg einer Gruppe aus der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, Mai 2010
Der Weg in die Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, April 2010
Der Weg in die Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, April 2010
Ehm. Windmühle oberhalb der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, Mai 2010
Ehm. Windmühle oberhalb der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, Mai 2010
Die Kapelle unten in der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, Mai 2010
Die Kapelle unten in der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, Mai 2010
Die Kapelle unten in der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, Mai 2010
Die Kapelle unten in der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, Mai 2010
Die Kapelle unten in der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, Mai 2010
Die Kapelle unten in der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, Mai 2010
Mohn in der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, April 2010
Mohn in der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, April 2010
Die Kapelle unten in der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, 27. April 2017
Die Kapelle unten in der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, 27. April 2017
Mohn in der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, April 2010
Mohn in der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, April 2010
In der Plaka-Bucht sammle ich jedes Mal leckere Kapernknospen, die ich zuhause in eine Sallösung lege und zwei Wochen reifen lasse. (c) Tobias Schorr, Juni 2008
In der Plaka-Bucht sammle ich jedes Mal leckere Kapernknospen, die ich zuhause in eine Sallösung lege und zwei Wochen reifen lasse. (c) Tobias Schorr, Juni 2008
Die Tonnenhäuser in der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, April 2017
Die Tonnenhäuser in der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, April 2017
Strand-Mohn in der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, April 2009
Strand-Mohn in der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, April 2009
Das Häuschen in der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, 27. April 2017
Das Häuschen in der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, 27. April 2017
Das Häuschen in der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, 27. April 2017
Das Häuschen in der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, 27. April 2017
Parthenios Gavalas war ein extrem liebenswürdiger, gastfreundlicher Santoriner, der uns sehr fehlt :-( Es war die schönste Zeit, als er und seine Frau uns unten in der Plaka-Bucht erwarteten. (c) Tobias Schorr, April 1997
Parthenios Gavalas war ein extrem liebenswürdiger, gastfreundlicher Santoriner, der uns sehr fehlt :-( Es war die schönste Zeit, als er und seine Frau uns unten in der Plaka-Bucht erwarteten. (c) Tobias Schorr, April 1997
Katherina Gavalas trug leckere Salate und andere Leckereien auf. Unsere Gruppen liebten diesen Ausflug in die Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, April 1997
Katherina Gavalas trug leckere Salate und andere Leckereien auf. Unsere Gruppen liebten diesen Ausflug in die Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, April 1997
Mit einer Gruppe im Juni 2008 in der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr
Mit einer Gruppe im Juni 2008 in der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr
Tom Pfeiffer mit einer Reisegruppe beim Zubereiten des Picknicks. (c) Tobias Schorr, Mai 2005
Tom Pfeiffer mit einer Reisegruppe beim Zubereiten des Picknicks. (c) Tobias Schorr, Mai 2005
Tom Pfeiffer mit einer Reisegruppe beim Zubereiten des Picknicks. (c) Tobias Schorr, April 2006
Tom Pfeiffer mit einer Reisegruppe beim Zubereiten des Picknicks. (c) Tobias Schorr, April 2006
Tom Pfeiffer mit einer Gruppe im Mai 2010. (c) Tobias Schorr
Tom Pfeiffer mit einer Gruppe im Mai 2010. (c) Tobias Schorr
Die Gruppe österreichischer Mineraliensammler in der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, März 2012
Die Gruppe österreichischer Mineraliensammler in der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, März 2012
Auch im März 2012 war ich mit einer Gruppe Österreichern in der Plaka. (c) Tobias Schorr
Auch im März 2012 war ich mit einer Gruppe Österreichern in der Plaka. (c) Tobias Schorr
Heute verfällt das Häuschen, an dem wir mit so vielen Reisegruppen schöne Erlebnisse teilten :-( (c) Tobias Schorr, 27.April 2017
Heute verfällt das Häuschen, an dem wir mit so vielen Reisegruppen schöne Erlebnisse teilten :-( (c) Tobias Schorr, 27.April 2017
Das kleine Heilbad, das langsam verfällt. (c) Tobias Schorr, Juni 2008
Das kleine Heilbad, das langsam verfällt. (c) Tobias Schorr, Juni 2008
Tom Pfeiffer im kleinen Heilbad der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, Mai 2010
Tom Pfeiffer im kleinen Heilbad der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, Mai 2010
Talkschichten in der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, April 2010
Talkschichten in der Plaka-Bucht. (c) Tobias Schorr, April 2010
Ein neuer Fundort für Talk. (c) Tobias Schorr, April 2017
Ein neuer Fundort für Talk. (c) Tobias Schorr, April 2017
Talk wurde als Schmiermittel und als weißer Farbstoff für Vasen verwendet. (c) Tobias Schorr, Juni 2010
Talk wurde als Schmiermittel und als weißer Farbstoff für Vasen verwendet. (c) Tobias Schorr, Juni 2010

Am freien Tag traf ich mich mit meinem Ex-Geschäftspartner Tom Pfeiffer, mit dem ich 2005 das Reiseunternehmen VolcanoDiscovery gegründet hatte. Ab und zu treffen wir uns noch und bieten Stück für Stück wieder Touren gemeinsam an. Die Plaka-Bucht ist für uns beide mit Erinnerungen an wunderschöne Touren mit unseren Gästen verbunden. Bis zu seinem Tod trafen wir unten in der Bucht auf Parthenios Gavalas und seine Frau Katherina, die unsere Gäste immer mit santorinischen Spezialitäten bewirteten. Leider verfällt langsam alles, da der Neffe von Parthenios, Kosmas sich leider nicht mehr um die Gebäude kümmert.
Der Abstieg in die Bucht ist aber weiterhin wunderschön. Man geht quasi durch die geologische Geschichte der Insel Santorin bis zu ihren ältesten Schichten. Und man ist hier fast immer alleine, denn wer herunter wandert, muss auch wieder hoch. Und das ist den meisten zu anstrengend.
Mit Tom geht das immer schnell, da wir beide fit sind und schon oft hier gewandert sind. Zuerst kommen wir am "Herz von Santorin" vorbei- einem natürlichen Fenster in einer Felswand mit Blick auf die Kaldera.
Darunter gibt es eine schöne Kapelle und dann geht es über viele Kehren bergab.
Unten ist die nächste Kapelle und eine Reihe tonnenförmiger Räume, die früher vermietet wurden. Denn um die Ecke liegen die spärlichen Reste des kleinen Heilbads, das auch verfällt. Es ist eine Schande, dass die Santoriner ihre geschichtlichen Gebäude und Bäder nicht schützen und nur dort investieren, wo der schnelle Gewinn zu erwarten ist! Irgendwann ist ihre Geschichte unter dicken Schichten Zement und Luxushotels verborgen...
Das Heilbad der Plaka-Bucht haben wir mit unseren Gästen immer wieder gereinigt und es war eine Gaudi, dort zu Baden. Es war urig und ein Erlebnis für die Gäste, wenn warmes Wasser aus dem Untergrund in das kleine Becken floß.

Leider alles Geschichte! Auch das Häuschen mit seinem Vordach, wo sich Parthenios und Katharina um uns kümmerten, ist verfallen und der Putz bricht ab. Kein Schatten mehr!
Es hat uns beide enttäuscht, dass sich keiner mehr um diesen wunderschönen Platz kümmert. Trotzdem werden wir ab und zu noch mit Gruppen kommen. Aber so schön, wie vor 10-15 Jahren wird es nie wieder.
Nachdem ich genug Kapern gesammelt hatte und auch ein paar Talkproben für das Bergbaumusuem in Bochum ausgegraben hatte, ging es wieder nach oben.
Tom und ich würden uns gerne um die Bucht kümmern und vieles in Stand setzen, aber das scheitert an der Mentalität des Neffen. Die "neue" Generation hat nur selten Gefühl und Interesse an der Kultur und Mentalität ihrer Vorfahren. Es geht nur um Konsum und das schnelle Geld. Kommt es nicht, verliert man schnell Interesse.

Wie sieht die Zukunft von Santorin aus?
Wird wirklich auch der letzte Fleck mit Luxushotels zugebaut? Wird die Insel das ATM für Griechenland, das man wie eine Zitrone auspresst, weil man kein Interesse hat, den Tourismus nachhaltig und gleichmäßig über ganz Griechenland zu verteilen? Wie lange können Tom und ich noch Wanderreisen auf der Insel anbieten? Es gibt keinen Landschafts- oder Naturschutz in Griechenland.
Die Griechen verstehen nicht, dass es keinen erfolgreichen & nachhaltigen Fremdenverkehr gibt, wenn man das zerstört, weshalb die ausländischen Gäste nach Griechenland reisen: Die einmalige Natur, das Klima und die uralte Kultur!