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Wanderstudien und Individualität in GruppenNun mag es ein Widerspruch sein in einer Gruppe Individualität zu suchen oder gemeinsame Wege zu gehen. Ich möchte diesen Widerspruch nicht mit dem, was ich später sage auflösen. Das kann nur jeder für sich tun. Ich möchte die Gegenfrage stellen. Muss ich um individuell unterwegs zu sein mich jedes mal ganz alleine auf den Weg begeben, mich auf Wegen verirren, auf denen sich schon viele vorher verirrt haben, über gelesene Bücher alleine nachdenken ? Und was hindert mich daran einen Weg, den ich mit einer Gruppe gegangen bin, ein zweites Mal zu gehen und seine Varianten auszuprobieren?
Andererseits was heisst Studieren? Wandere ich da in meinem Urlaub mit Büchern in der Hand durch die Landschaft oder bekomme lange Vorträge zu hören?
Für mich ist Wandern die Möglichkeit intensiven Kontakt mit der Landschaft und den Menschen zu finden. Für mich heisst Studieren vertiefen. Die Zufälle des Wanderns bieten mir die Möglichkeit auf Dinge zu stossen die mir bisher verborgen blieben und mich weniger berührt hatten.
Die anschliessende Frage ist wohl:
Was bietet Ihnen ein außer Wanderbüchern und GPS ein lebender Wanderführer ?
- Seine Erfahrungen passen in kein digitales Verzeichnis und sind auch ohne aufgeladenen Akku verfügbar.
- Er kennt die Leute seiner Zielregion und deren Sprache. Er bringt Sie in Kontakt mit den Einheimischen. Seine Beziehungen zu ihnen sind in Jahren gewachsen.
- Er kennt die Wanderwege und weiß auch einen Ausweg, wenn mal wieder ein Weg unterm Asphalt verschwunden ist.
- Er ist vielseitig und kann spontan Dinge organisieren, die kein digitales Medium bietet.
- Ein GPS ist ein kaltes Gerät ohne Persönlichkeit, das technischen Schwankungen unterworfen ist. Dem Gerät ist es egal, wie es dem Benutzer geht. Der Reiseleiter kümmert sich persönlich um seine Gäste und erfühlt, wenn etwas nicht stimmt...
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