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Die Ausgräber Arthur Evans und Heinrich Schliemann

Heinrich Schliemann war der erste, der  seine Grabungen ausführlich dokumentierte, insofern der erste wissenschaftliche Ausgräber. Von seinen Kollegen wurde er als Müllmann verlacht. Die damalige Archäologie sah ihre Aufgabe darin Kunstschätze zu retten und nicht Scherben zu sammeln.  Seine glanzvollen Ausgrabungen wurden zum Politikum ersten Ranges. Nur durch den Einsatz des berühmten Arztes und Abgeordneten Rudolf Virchow bei Kaiser Wilhelm verblieben diese in Deutschland, wo sie zum Juwel des eigens geschaffenen Museums wurden. Für die damalige Welt hatte das damals junge Deutschland England in Hinblick auf die Archäologie überholt. Schliemann selbst war auf dem Höhepunkt seines Ruhms und hatte mit den Ausgrabungen von Troja und Mykene alles erreicht, was sich ein Ausgräber vorstellen konnte. Das galt nicht für Artur Evans, der zu dieser Zeit auf der Suche nach lohnenden Entdeckungen war. Erste Ausgrabungen in Knossos waren bereits durch den Kreter Minos Kalokairinos getätigt worden. Schliemann war recht interesiert, überwarf sich jedoch mit dem türkischen Grundstücksbesitzer, beriet jedoch Evans und überliess ihm somit das Terrain. Evans selbst hatte sich mit den Autoritäten des KuK überworfen , weil er nebst Ausgrabungen auf dem Balkan Aufständische gegen die Österreicher unterstützte und ausgewiesen wurde. Auf dem Balkan war er auf der Suche nach einer mutterrechtlichen Kultur gewesen, dem Gegensatz zur vaterrechtlichen von Griechenland.