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Allgemeines über meine Auswahl

Es gibt ca 60 bewohnte Inseln in Griechenland. Die grösste ist auch die berühmteste,  Kreta. Die zweitgrösste griechische Insel Euböa ist dagegen fast unbekannt. Der Bekanntheitsgrad  einer Insel wie Kreta  ist mit den Ausgrabungen der minoischen Kultur als auch mit der Entwicklung von Literatur über die Insel zu erklären. Dieser literarischen Entwicklung sind auch die Touristenströme gefolgt. Am Beispiel Euböas ist dies gut zu sehen. Die Insel ist landschaftlich sehr schön, es gibt auch eine Reihe Ausgrabungen, wovon die interessanten Drachenhäuser Stiefkinder der Forschung geblieben sind. Doch literarisch Bekanntes oder Besprochenes, ausser der Legende um den Kanal des Eurippos gibt es nicht. So ähnlich verhält es sich mit Karpathos, das  seine literarische Abgelegenheit erst in den letzten 30 Jahren verlor und so erst "kürzlich" Eingang in die Literatur fand, wenn man sich der Einsicht nähert, dass auch Reisebücher( Reiseführer), Funk und Film literarisch wirken  können. Eine vollständig literarische Erklärung der Inseln kann ich leider noch nicht bieten, weil dann noch einiges über Sub- und Konsumkultur fällig wäre. Santorin hat gut kommentierte Ausgrabungen und eine Landschaft, die sich von anderen Inseln deutlich abhebt.  Naxos ist seit dem Altertum mit der Sage von Theseus und Ariadne sowie als Insel des Dionysos in der griechischen Mythologie und Religion verankert.  Griechische Religion und Mythologie wären unter anderern Umständen irgendwelche Anekdötchen, wie sie überall in der Welt finden lassen. Wenn allein unsere Theatergeschichte der letzten 250 Jahre sich auf  die alten Griechen beruft, so ist die Kulturgeschichte Griechenlands eine europäische geworden.   Die frühe bürgerliche Emanzipation des 18. Jhdts und seine literarischen Freiheitskämpfer hatten ihre Gründe sich Griechenland und nicht das weit bequemere und angenehmere Italien auszusuchen.