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  • Allgemeine Information

    Vulkanhalbinsel Methana

    Die Vulkanhalbinsel Methana aus dem Osten gesehen
    Die Vulkanhalbinsel Methana aus dem Osten gesehen

    Die Halbinsel Methana befindet sich an der Ostküste der Peloponnes und am Westrand des Saronischen Golfs. Verwaltungstechnisch gehört Methana der Gemeinde Troizen an, die wiederum zum Landkreis Piräus gehört. Geographisch liegt Methana in der Ost-Argolis. Dieses Verwaltungswirrwar macht es manchmal schwer, Methana in offiziellen Verzeichnissen zu entdecken.
    Die 55 qkm große Halbinsel besteht aus einem zentralen Bergland mit Gipfeln bis zu 740 m Höhe, Tälern, flachen Küstenstreifen und schroffer Felsküste mit kleinen Naturhäfen, wie zum Beispiel Vathy. Die für eine Vulkanlandschaft recht grüne Halbinsel ist nicht nur ein ideales Ziel für Wanderungen, sondern auch seit Jahrzehnten im Zentrum geologischer Forschungen. Denn Methana ist ein Vulkangebiet, das als aktiv gilt.
    Der Vulkanismus hat der Insel die berühmten Heilquellen geschenkt, für die Methana bis in die 60er Jahre berühmt war.

  • Methana - ein aktiver Vulkan?

    Aktiver Vulkanismus im Saronischen Golf?

    Die Kaldera Stavrolongos im Zentrum Methanas
    Die Kaldera Stavrolongos im Zentrum Methanas

    230 v. Chr. ereignete sich der letzte Vulkanausbruch auf Methana. Er wurde damals von berühmten Schriftstellern wie Ovid und Strabon beschrieben. Auch der römische Schriftsteller Pausanias berichtete im Zusammenhang mit den Heilquellen über diesen Vulkanausbruch.
    Methanas vulkanische Geschichte begann vor ca. 1-2 Millionen Jahren und ist nicht beendet. Der Tiefseegraben von Epidaurus, der östlich der Halbinsel liegt und viele kleinere, tektonische Platten im Saronischen Golf sind die Ursache, weshalb das Magma bei Methana, Poros, Ägina und Sousaki einen Weg aus der Erdkruste fand. Alles zusammen gehört dem Ägäischen Inselbogen an, zu dem auch die aktiv geltenden Vulkane Milos, Santorin und Nisyros gehören. Ursache des Vulkanismus ist einfach gesagt, dass sich Afrika Europa nähert und die Krustenteile davon südlich von Kreta versinken und in einer bogenförmigen Zone nördlich von Kreta als Magmablasen aufsteigen und die aktiven Vulkane speißen.
    Die warmen Quellen und Gasaustritte auf Methana zeigen, dass der Vulkanismus nur ruht, aber nicht beendet ist.
    Es gibt ca. 30 einzelne, ehemalige Förderpunkte von Lava auf Methana, sogenannte Lavadome. In der Mitte der Halbinsel befindet sich heute das Kratertal Stavrolongos, das Teil einer viel größeren Kaldera ist, die sich in der Mitte Methanas erstreckte.