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Tobias Schorr am Daphne-Krater auf der Vulkaninsel Nea Kameni in der Kaldera von Santorin (2015)
Tobias Schorr am Daphne-Krater auf der Vulkaninsel Nea Kameni in der Kaldera von Santorin (2015)

Tobias Schorr interessiert sich seit seinem 12 Lebensjahr für Mineralien und Fossilien. Ungefähr 1980 traf er den Mineraliensammler, Heimatforscher und Künstler Heinz Stempel in Hornberg/Schwarzwald. Tobias Schorr verbrachte mehre Male bei ihm seine Schulferien und er war ein hervorragender "Lehrer".

Auf gemeinsamen Wanderungen in der Umgebung von Hornberg entdeckten beide seltene Gesteine und in ihnen sogenannte Pegmatite mit seltenen Beryll-Kristallen. Diese Aquamarin-Kristalle veröffentlichte Tobias Schorr in der Mineralienzeitschrift LAPIS "Beryll aus dem Schwarzwald".

Später machte er mit seinem Freund Matthias Lange zahlreiche geologische Exkursionen in der Region Heilbronn, in der Gesteine der Triaszeit dominieren. In Steinbrüchen entdeckten die beiden seltene Reste von Sauriern, versteinerten Pflanzen und Nautiloiden.

Eine seiner interessantesten Entdeckungen war eine kleine Mergelgrube, in der er und Matthias Lange viele seltene Mineralien entdeckten. Diese veröffentlichte Tobias Schorr unter dem Titel „Azurit aus Heilbronn“ wieder in der Zeitschrift LAPIS.

Durch seine zahlreichen Funde kam das Bedürfnis auf, diese Funde auch fotografisch zu dokumentieren. So entdeckte Tobias Schorr die Fotografie. Beruflich verfeinerte er seine Kenntnisse in der Schule für Fotografie und Mediendesign A. Lazi in Esslingen.

Etwa 1981 begann Tobias Schorr Neugriechisch zu lernen und 1984 besuchte er zum ersten Mal Griechenland, das seine große Liebe bis heute ist.

In 1989 hatte er erfahren, dass es auf der Halbinsel Methana keinen Fotograf gab und so siedelte er auf diese bis heute wenig bekannte Halbinsel bei Athen über.

In der Zeit von 1990 bis 1999 (und danach) fotografierte er alle Aspekte der Halbinsel Methana und schrieb 1988 seinen ersten Griechenland-Artikel in der Zeitschrift TOURS.

Mehr und mehr keimte die Idee auf, der Halbinsel Methana zu helfen, bekannter zu werden. Da mehr und mehr junge Menschen von dort abwanderten, musste etwas getan werden. Der nachhaltige Tourismus ist eine Chance.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland in 1994 machte er in Berlin eine Ausbildung zum Reiseleiter. 1995 arbeitete er zum ersten Mal als Reiseleiter & Fahrer auf Jeep-Safaris in Zypern. 1996 entwickelte er für einen Bonner Reiseveranstalter das Santorin-Wanderprogramm und 1996 kehrte er nach Methana zurück.

Dort entwickelte Tobias Schorr sein Konzept für die Werbung und nachhaltige Entwicklung Methanas und unterstützte die Gemeinde Methana und die Berufsvereine auf Touristikmessen, wie z.B. die Philoxenia in Thessaloniki.

1997 führte Tobias Schorr die erste ausländische Wandergruppe, die ausschließlich auf Methana blieb. Mit Natur & Kultur Wanderreisen führte er mehrere Gruppen auf Methana und Santorin.

Die größte Gruppe war im Winter 2002/2003 die Wandergruppe von Lupe Reisen mit 22 Personen. Auch vorher gab es schon Gruppen, die er im Winter auf Methana führte.

Leider führten politische Veränderungen in Methana zu einer Pause, da es von der Führung Methanas kein Interesse am nachhaltigen Fremdenverkehr gab (bis heute). Bauunternehmungen waren für einige wenige interessanter, als Methana im Fremdenverkehr erfolgreich zu machen.

2002 entwickelte Tobias Schorr mit dem Architekten Spyros Papaioannou ein Konzept für die Wanderwege Methanas und beteiligte sich auch an den Arbeiten zur Freilegung, Pflege und Markierung der Wanderwege. Etwa 60 km Wanderwege waren bis vor wenigen Jahren zugänglich.

Leider kümmerte sich nach dem Projekt niemand mehr um die Wege und auch ein Marketing-Konzept, das Tobias Schorr entwickelt hatte, interessierte niemand. Eine kleine Hoffnung für Methana war die Privatisierung der Heilbäder Methanas, was leider bisher auch alles andere als erfolgreich für Methana verlief.

Tobias Schorr gründete 1999 die Webseite www.Methana.de und 2000 www.Methana.com, um Informationen über dieses unbekannte Gebiet zu verbreiten. Viele ausländische und griechische Besucher haben dadurch Methana entdeckt und lieben gelernt.

Leider gab es von offizieller Seite nie Unterstützung für die Ideen, Konzepte und Projekte, die Tobias Schorr entwickelt hatte. Bis heute hat sich wenig daran geändert. Eher zieht man es vor, seine Fotos aus Google zu kopieren und auf eigenen Webseiten widerrechtlich zu verwenden.

Obwohl er seit 1995 bis heute regelmäßig im Internet, in Zeitschriften, in Vorträgen und auf Touristikmessen Werbung für Methana macht, ist das Interesse der „Offiziellen“ gleich Null, obwohl sie von Tobias Schorr profitieren könnten. Er ist eben Ausländer und es gilt nur das, was Griechen (nicht) tun.
Er kämpft für Methana, andere verdienen für diese Arbeit, die sie nicht machen... Man versucht seine Ideen zu kopieren und anstatt mit ihm zu kooperieren (und mehrsprachig Erfolg zu haben!), baut man eine mit EU-Mitteln finanzierte Webseite mit seiner Domain www.Methana.com.gr.

Tobias Schorr gibt nicht auf und zusammen mit seinem Freund Georgos Flambouris hatte er 2015 die Idee, auf Methana eine vulkanologische Konferenz zu machen. Sie fand dann von der Gemeinde Troizen-Methana organisiert vom 10-12.Juni 2016 statt. Danach ist die Idee des Geotourismus bis heute in Vergessenheit geraten.

Tobias Schorr unterstützt die Gemeinde weiterhin, auch, wenn das Feedback von den Offiziellen alles andere als „nachhaltig“ oder gar ermutigend ist.

2005 gründete Tobias Schorr mit seinem Freund Tom Pfeiffer das Reiseunternehmen VolcanoDiscovery, das beide zusammen bis 2015 führten. Ziel war, Reisen zu (aktiven) Vulkanen zu führen und im GEO-Tourismus Fuß zu fassen. Tobias Schorr führte zahlreiche Reisegruppen auf Methana, Milos, Santorin, Nisyros und Lesbos. Fernere Reiseziele waren Indonesien und Äthiopien.

Inzwischen führt er seine Ideen mit dem eigenen Reiseunternehmen NatureDiscovery Tours weiter und kooperiert mit VolcanoAdventures.

Weiterhin kümmert sich Tobias Schorr um die Wanderwege, Werbung und Tourismus-Konzepte von Methana. Ob seine Ideen für Methana verwirklicht werden, hängt stark vom Interesse der Methaner ab. Das ist leider bisher sehr gering.
Ob sie diese Chance nutzen, jemand zu unterstützen, der sich seit mehr als zwei Jahrzehnten für ihre Heimat engagiert, wird entscheidend für den Erfolg der Region sein.

Tobias Schorr hat durch seine Tätigkeit im Tourismus mit Ergebnissen gezeigt, dass seine Ideen eine Chance sind, dass Methana aus der Krise kommt.

Ob die Verantwortlichen vor Ort Weitsicht zeigen?

„Die Hoffnung stirbt zuletzt!“

Es ist generell so in Griechenland, dass die Offiziellen im Tourismus kein nachhaltiges Interesse haben, einen Tourismus zu entwickeln, der 12 Monate im Jahr dem Land in allen Regionen Einnahmen bringen könnte. Es gibt keinen Plan, kein Konzept und schon gar keine Vision.

Ob ein Land so aus der Krise kommen kann, ist zu bezweifeln. Es ist traurig, denn Griechenlan ist eines der schönsten Länder der Erde. Es könnte viel aus sich machen. Es fehlt an nichts. Das Klima ist sehr angenehm, es gibt viele Sehenswürdigkeiten und es gibt viele engageierte Menschen, die gerne alles tun würden, damit es aufwärts geht. Aber, wenn man aus nationalistischen Gründen und Desinteresse, diese Menschen ignoriert, verspielt man wichtige Chancen.

Tobias Schorr an einer antiken Kupfermine 1982 in Kitzbühel/Österreich (c) Heinz Stempel
Tobias Schorr an einer antiken Kupfermine 1982 in Kitzbühel/Österreich (c) Heinz Stempel