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Naxos, Insel der AriadneMit der Sage um Theseus legten die uns bekannten "klassischen Griechen", auch wenn sie schon mal archaisch waren, über den Faden der Ariadne die Spur zu der uralten Kykladenkultur, die auf Naxos im erweiterten Sinne ihre Heimstatt hatte. Sicher gibt es die noch älteren Funde von Phylakopi auf Milos, woher die Kykladeninseln ihre Messer Beile, Sägen, Rasierklingen und sonstigen Schneidewerkzeuge bezogen. Die Meister der Marmorbearbeitung kamen allemal aus Naxos, weil hier die Fundstellen von Marmor und der Grundstoff seines Werkzeuges, der Korund (Schmirgel) zusammen gefunden werden. Neben den futuristisch a la Brancusi empfundenen Kykladenidolen wurde bereits damals die Form des sg. "ewigen Lichtes" erfunden, die wir noch heute in unseren Kirchen haben. Auf der Wanderung zum abgelegenen antiken Wehrturm von Chimaros hatte unsere Gruppe eine Begenung mit dem goldenen Zeitalter: Ein alter Mann, der uns ganz freudig erzählte, dass er in der kleinen Kapelle, aus der wir gerade kamen, das Licht entzünde, um die Finsternis aus den Herzen zu vertreiben. Überhaupt hat Naxos die schönsten byzantinischen Kirchen und Kapellen der griechischen Inseln, die ich selbst oder vom Hörensagen kenne, weil die meisten ihre urtümlichen Dächer aus Steinplatten behalten durften. Naxos beherbergt noch viele Sehenswürdigkeiten: Kolossalstatuen (Kouroi) aus der archaischen Periode, venezianische Burgen und Burggehöfte, die Altstadt von Naxos, das marmorgepflasterte Apiranthos und sein Museum. |